© Perry Payne / Amy Graham
Perry Payne - Autor

The Moran phenomenon

Brighton Verlag

Ungewöhnliche   Dinge      passieren      im      verschlafenen      Städtchen      Moran      in   Wyoming.     Immer      mehr      Menschen      sterben      auf      mysteriöse      Weise.      Als   Ursache      stellen      sich     winzige,      tödliche      Blasen      heraus,      die      sich      langsam   zu   einer   undurchdringlichen Barriere      um      die      Bergregion      ausbreiten.      Schnell      werden      die      Einwohner        eingeschlossen      und      die      Lage      eskaliert.   Angst   breitet   sich   aus   und   verändert   die Menschen.Als      die      gleichen      Phänomene      ebenso      in      anderen      Städten      auftauchen, wird      schnell      klar,      dass      in      wenigen      Tagen      das      ganze      Land      ausgelöscht   sein   wird. Ein   Wettlauf   gegen   die   Zeit   beginnt.   Es   erwarten   dich   die   Angst   vor   dem   tödlichen     Unbekannten, Witz  und einige romantische Liebesbeziehungen. Thriller, science-fiction, Liebe Taschenbuch, 320 Seiten ISBN: 978-3958765573 Hörprobe:

Leseproben

Prolog

Mein Name ist Dan. Nur Dan, sonst nichts.

Manchmal  

frage  

ich  

mich,  

wo  

die  

Prioritäten  

im  

Leben  

liegen,  

wie  

Recht  

definiert

wird, wo das Glück anfängt und die Sehnsucht aufhört.

Aber   

ganz   

von   

vorne:   

Ich   

bin   

in   

der   

Gosse   

aufgewachsen   

und   

hatte   

kaum   

die

Gelegenheit für das, was die meisten Menschen ein erfülltes Leben nennen.

Als  

ich  

mit  

zehn  

Jahren  

das  

erste  

Mal  

ein  

Kino  

besuchte,  

malte  

mir  

dieser  

Besuch,

neben der Faszination der großen Leinwand, zwei Ziele in mein Leben.

Heute  

bin  

ich  

einundzwanzig  

und  

-  

ich  

muss  

es  

mir  

eingestehen  

-  

keines  

davon  

hat

sich    

erfüllt.    

Weder    

ist    

mein    

Handabdruck    

auf    

dem    

Hollywood    

Boulevard

eingelassen,  

noch  

habe  

ich  

es  

geschafft,  

eine  

Familie  

zu  

gründen.  

Beide  

Ziele  

sind

verdammt  

schwer  

zu  

erreichen.  

Immerhin  

habe  

ich  

dazugelernt  

und  

weiß,  

dass  

man

für seine Ziele hart kämpfen muss. Viel härter, als ich es getan habe.

Heute  

sehe  

ich  

in  

die  

Tiefe  

und  

auf  

das  

Chaos  

der  

verlorenen  

Welt  

und  

mir  

wird  

die

Situation bewusst, in die ich mich manövriert habe.

Die  

fast  

unerträgliche  

Kälte  

des  

schneidenden  

Windes  

und  

die  

der  

Herzen  

mancher

Menschen,  

die  

ich  

noch  

vor  

wenigen  

Tagen  

meine  

Freunde  

nannte,  

stellt  

meinen

Willen  

vom  

Halt  

auf  

der  

Spitze  

des  

hohen  

Mastes  

hart  

auf  

die  

Probe.  

Meine  

Kräfte

lassen nach und vielleicht ist es besser, die Sache hier und jetzt zu beenden?

Ich  

habe  

den  

Eindruck,  

dass  

sich  

die  

Situation  

nahtlos  

in  

mein  

kaputtes  

Leben

einfügt und es niemals anders ausgehen sollte. Denn ich bin nur Dan. Sonst nichts.

Kapitel 1

Die  

vergangenen  

elf  

Stunden  

zogen  

sich  

wie  

klebriger  

Baumharz  

an  

den  

Fingern,

nur   

dass   

der   

betagte   

dunkelgrüne   

Ninety   

Eight   

Regency   

mit   

den   

augenfällig

verrosteten    

Kotflügeln    

nicht    

ansatzweise    

so    

angenehm    

nach    

Tannenzweigen

duftete.

Bei  

vierunddreißig  

Grad  

und  

strahlend  

blauem  

Himmel  

hatte  

die  

Sonne  

den  

Zenit

längst  

überschritten  

und  

fiel  

langsam  

hinter  

die  

hohen  

Berge  

der  

Rocky  

Mountains.

Die  

Klimaanlage  

funktionierte  

wie  

ein  

Weckradio  

mit  

schlechtem  

DAB-Empfang.  

Sie

sprang   

meist   

in   

Linkskurven   

an   

und   

blockierte   

bei   

Geschwindigkeiten   

von   

über

fünfzig  

Meilen  

pro  

Stunde.  

Die  

Fenster  

waren  

geschlossen,  

in  

deren  

Schlieren  

sich

immer  

wieder  

vereinzelte  

Sonnenstrahlen  

verfingen,  

aufblitzten  

und  

beharrlich  

mal

den  

einen  

und  

mal  

den  

anderen  

Passagier  

nervten  

–  

je  

nachdem,  

welche  

Richtung

sie  

gerade  

eingeschlagen  

hatten.  

Dichter  

Qualm  

und  

verbrauchte  

Luft  

vermischten

sich  

mit  

billigem  

Parfüm,  

Kuhmist  

und  

dem  

Schweiß  

der  

vier  

jungen  

Männer  

auf

ihrem letzten Weg durch die USA und in ein neues Leben.

Sie  

waren  

erschöpft  

und  

schliefen  

oder  

dösten.  

Die  

bewegten  

Gespräche  

waren  

seit

Denver   

verstummt,   

als   

der   

Alkohol   

seine   

berauschende   

Wirkung   

gegen   

eine

erhebliche Bettschwere eingetauscht hatte.

Das  

war  

auch  

der  

Zeitpunkt  

gewesen,  

an  

dem  

ihnen  

bewusst  

wurde,  

wozu  

sie  

Raul

und  

der  

Rausch  

des  

Kokains  

in  

der  

vergangenen  

Nacht  

getrieben  

hatten.  

Sie  

hatten

getanzt,  

Leute  

angepöbelt  

und  

Trinkspielchen  

gespielt  

und  

während  

des  

obsessiven

Spaßes,  

in  

unterschiedlichen  

Bars  

und  

Klubs  

von  

Wichita,  

einiges  

mitgehen  

lassen

oder wahllos und lauthals zerstört.

Zum     

Ende     

ihres     

ausufernden     

Trips     

erleichterten     

sie     

ein     

Kasino,     

einen

Geldtransporter  

und  

abschließend  

eine  

Bank  

um  

ein  

paar  

große  

Scheine.  

Jerome

erinnerte  

sich,  

wie  

Dan  

dem  

Typen  

von  

der  

Bank  

unbedingt  

Trinkgeld  

geben  

wollte,

weil   

dieser   

keine   

nennenswerten   

Sperenzien   

bei   

der   

Herausgabe   

der   

Beute

gemacht hatte.

Jerome  

umklammerte  

das  

dünne  

Lenkrad  

mit  

dem  

eingearbeiteten  

Nussholzimitat,

sah   

vor   

sich   

den   

ewig   

geraden   

Highway   

33   

nach   

Jackson   

liegen   

und   

musste

unwillkürlich  

grinsen.  

Alle  

paar  

Meilen  

klopfte  

er  

gegen  

die  

Tankanzeige,  

um  

die

Nadel auf den aktuellen Stand springen zu lassen.

„Das  

nervt“,  

sagte  

Kid  

neben  

ihm  

rauchig  

in  

seinem  

schicken,  

hellblauen  

Hemd.  

Mit

halb   

geschlossenen   

Augen   

klappte   

er   

lax   

die   

Sonnenblende   

auf   

seiner   

Seite

herunter  

und  

begann  

den  

Schmutz  

unter  

den  

Fingernägeln  

herauszupulen,  

der  

dort

immer zu sein schien, egal, wie oft er diese Übung vollführte.

„Wir  

müssen  

tanken“,  

begründete  

Jerome  

sein  

erneutes  

klopfen  

gegen  

die  

Anzeige.

Er  

war  

ein  

schlanker  

groß  

gewachsener  

Mann  

Anfang  

zwanzig,  

glatter  

Haut  

und

wachen Augen. „Steht auf Reserve.“

Hinter  

ihnen  

rührte  

sich  

träge  

Dan:  

„Ich  

brauche  

ein  

Bett.“  

Er  

gähnte  

ausgiebig.

Neben ihm schlief Raul, der Älteste von ihnen.

Bisher  

mussten  

sie  

auf  

der  

gesamten  

Strecke  

von  

Wichita  

lediglich  

einmal  

anhalten,

damit  

Dan  

seinen  

Mageninhalt  

ins  

Freie  

bringen  

konnte,  

während  

die  

anderen  

diese

Pause   

nutzten,   

um   

ihre   

Blasen   

zu   

entleeren.   

Dort   

schnupperten   

sie   

von   

der

unglaublich  

würzigen  

Landluft  

und  

dehnten  

sich  

ein  

wenig.  

Dabei  

trat  

Kid  

in  

einen

Kuhfladen  

und  

brachte  

anschließend  

den  

bäuerlichen  

Duft  

mit  

in  

den  

Wagen,  

was

eine  

Meile  

später  

zu  

einer  

Rangelei  

führte  

und  

dazu,  

dass  

Kid  

nur  

noch  

einen  

Schuh

besaß.  

Der  

andere  

lag  

in  

Ogden,  

irgendwo  

zwischen  

einer  

schäbigen  

Wetterstation

und dem Radiosendestudio UGF am Straßenrand.

Auszug Kapitel 8

„Es kommen auch wieder bessere Zeiten.“ „Ausgerechnet   du   sagst   das?   Die   Frau,   die   mich   verpfeift?   Du   nimmst   mir   alles,   was ich habe, und redest von Vertrauen und Hoffnung? Ich scheiß auf deine Hoffnung.“ „Herr,   wir   wissen   nicht,   wo   wir   hingehen.   Wie   können   wir   den   Weg   nur   wissen?“   Sie schlug ihre Finger ineinander und schloss die Augen. Er   stockte,   überlegt   kurz   und   ergänzte   den   Bibelvers:   „Ich   bin   der   Weg   und   die Wahrheit   und   das   Leben,   niemand   kommt   zum   Vater   denn   durch   mich.   Johannes, Kapitel 14.“ „Du wirst es schaffen. Wir alle werden es schaffen.“ „Du   hast   nichts   zu   verlieren,   Lady.   Wenn   die   uns   hier   rausholen,   kehrst   du   in   dein normales   Leben   zurück.   Ich   lande   im   Leichenschauhaus   oder   im   Knast.   Und   wie   es aussieht,   werden   die   mich   behalten,   bis   ich   sterbe.   Für   eine   lausige   halbe   Million Dollar. Mehr ist mein Leben offenbar nicht wert.“ Ihre   Augen   spiegelten   die   Hoffnung   wider,   die   er   verloren   hatte.   Warum   sahen   diese Augen    nach    allem,    was    sie    ihm    angetan    hatte,    noch    immer    hoffnungsvoll    und einladend   aus?   Ihr   Blick   raubte   ihm   die   Kraft   zum   Handeln.   „Dein   Boss   wird   dir   zu Füßen   liegen,   wenn   du   ihm   diese   Schlagzeilen   lieferst.“   Er   stellte   sich   gekünstelt aufrecht,   breitete   die   Arme   weit   auseinander   und   erhob   sein   Kinn.   „Mach   ein   Foto von   mir   und   der   herrlichen   Landschaft.   Ich   werde   berühmt.   Der   Mörder   von   Wichita und   der   Mann,   der   seine   Frau   getötet   hat.   Lass   mich   für   einen   Tag   berühmt   sein,   bis die   nächste   Schlagzeile   kommt   und   die   Leute   mich   vergessen   haben,   während   ich im Knast verrotte.“ „Hör   schon   auf.   Ich   wollte   das   alles   nicht.   Diese   ganze   Sache   mit   uns,   den   Blasen, deinen   Problemen   und   so.   Vielleicht   ist   nicht   alles   so   negativ,   wie   du   sagst.   Gib   dich nicht auf. Und jetzt nimm die Hände runter. Ich mache keine Schlagzeile daraus.“ „Da   haben   wir   also   eine   waschechte   Optimistin,   was?   Ich   sage   dir   mal   etwas.   Es stand   bereits   in   der   Zeitung.   Und   jetzt   haben   sie   sogar   meinen   Namen.   Für   mich endet   diese   Reise   hier.   Irgendwie   erkenne   ich   den   Platz   für   meinen   Optimismus nicht.“   Er   erhob   seine   Stimme:   „Nenne   mir   nur   eine   Sache   in   meiner   beschissenen Lage, die gut ist? Nur eine einzige.“ Sie brauchte eine Weile, um zu antworten, und er wartete geduldig. „Wir sind uns begegnet.“ Er   schwieg.   Das   war   tatsächlich   eine   gute   Antwort   und   die   einzige   auf   all   seine Fragen. Sie hatte recht. „Aber   wie   kannst   du   so   etwas   sagen?   Ich   habe   dir   gerade   gestanden,   ein   Mörder   zu sein.“   Dann   wedelte   er   mit   dem   Finger.   „Du   spielst   ihm   etwas   vor,   um   deinen   Arsch zu retten.“ „Nein.“ „Dann liebst du mich?“, fragte er. Sie    sah    ihn    mit    großen    Augen    an,    als    ob    sie    ja    sagen    würde    und    ihre    Lippen zugeklebt    waren.    Und    wie    sie    so    neben    dem    Wagen    stand    mit    ihren    offenen schwarzen    Haaren,    ihrem    adretten    Kostüm    und    einer    Figur,    an    der    sich    die abgemagerten   Models   auf   den   Titelblättern   der   Modemagazine   ein   Vorbild   nehmen könnten,   sah   er   in   ihr   nicht   die   Journalistin,   sondern   eine   rassige,   begehrenswerte Frau. Der   Wind   strich   sanft   durch   ihre   Haare   und   die   Sonne   spiegelte   sich   in   der   Iris.   Jetzt fehlten   nur   noch   ein   Violinist,   ein   paar   Kerzen   und   eine   rote   Rose,   um   den      Beginn einer verdammten Liebesschnulze einzuleiten. In    seiner    Vorstellung    zog    er    den    Revolver    aus    seinem    Gürtel,    entsicherte    und schoss.

Zitat aus dem Buch:

„Dazu wird der Herr, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. Denn das Grauen ist in unserer Mitte und wir werden es sehen, wenn die Zeit dafür reif und wir nicht mehr zurück können in die alte Welt, und der Pfad bleibt vernebelt, bis die Weisheit und der Glaube wiederkehren.‟ (Auszug: "The Moran Phenomenon")

Rezensionen

The   Moran   Phenomenon   von   Perry   Payne   ist ein   Buch   welches   man   nicht   mehr   aus   der Hand   legen   möchte.   Kaum   eine   Geschichte hat     mich     so     begeistert     wie     diese.     Eine Geschichte    die    uns    vor    Augen    führt,    wie stark     die     Menschheit     von     Medien     und Sensationen    abhängig    ist.    Sie    erinnert    uns daran,      worauf      es      im      Leben      wirklich ankommt.     Auf     Liebe,     Freundschaft     und Selbstverwirklichung.      Ein      Buch,      das      es schafft   uns   mit   den   Charakteren   mitweinen, mitlachen    und    mit    verzweifeln    zu    lassen. Alles     in     allem     ein     rundum     gelungenes Meisterwerk. (Luis Hoffmann) Moran,      ein      kleines      verschlafenes      Nest, unspektakulär      und      unbekannt      bis      es plötzlich      zu      einer      Reihe      unerklärlicher Geschehnisse    kommt.    Immer    mehr    breitet sich    das    unbekannte    Phänomen    aus    und langsam    wird    klar,    wie    ernst    die    Lage    ist. Während   die   einen   noch   optimistisch   sind, verlieren   die   Anderen   sich   in   ihrer   Angst   und die Lage spitzt sich rasant zu. Wenn   man   erst   einmal   die   ganzen   Personen zugeordnet    hat,    findet    man    sich    in    einem rasanten,     fesselnden     Thriller     wieder,     der keine   Zeit   zum   Durchatmen   lässt.   Eine   Szene jagt    die    Nächste    und    man    will,    nein    muss weiterlesen   und   erfahren,   was   als   Nächstes passiert. (Donna Mühlberger) Diese    Geschichte    nimmt    dich    mit,    in    eine andere   Welt,   voller   Spannung   und   Neugier, voller     Herrschsucht,     Habgier,     Rache     und Liebe. Wenn   man   sie   liest,   möchte   man   nicht   mehr damit   aufhören,   da   man   unbedingt   wissen möchte, wie das Ganze ausgeht.. Es   ist   ein   Thriller,   der   dich   bis   ins   kleinste Detail    mitfühlen    lässt    und    dich    in    seinen Bann zieht. Spannung            pur,            schlüssig            und nachvollziehbar. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. (Mandy Bodin)
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© Perry Payne / Amy Graham
Perry Payne Autor

The Moran

phenomenon

Brighton Verlag

Ungewöhnliche    Dinge        passieren        im        verschlafenen        Städtchen      Moran        in    Wyoming.        Immer        mehr        Menschen        sterben        auf      mysteriöse      Weise.      Als   Ursache      stellen      sich      winzige,      tödliche     Blasen      heraus,      die      sich      langsam   zu   einer   undurchdringlichen Barriere     um     die     Bergregion     ausbreiten.     Schnell     werden     die Einwohner      eingeschlossen      und      die      Lage      eskaliert.   Angst   breitet sich   aus   und   verändert   die   Menschen.Als      die      gleichen      Phänomene     ebenso      in      anderen      Städten      auftauchen,   wird      schnell      klar,      dass     in      wenigen      Tagen      das      ganze      Land      ausgelöscht   sein   wird.   Ein Wettlauf   gegen   die   Zeit   beginnt.   Es   erwarten   dich   die   Angst   vor   dem tödlichen            Unbekannten,      Witz            und      einige      romantische Liebesbeziehungen. Thriller, science-fiction, Liebe Taschenbuch, 320 Seiten ISBN: 978-3958765573 Hörprobe:

Leseproben

Prolog

Mein Name ist Dan. Nur Dan, sonst nichts.

Manchmal  

frage  

ich  

mich,  

wo  

die  

Prioritäten  

im  

Leben  

liegen,  

wie

Recht   

definiert   

wird,   

wo   

das   

Glück   

anfängt   

und   

die   

Sehnsucht

aufhört.

Aber  

ganz  

von  

vorne:  

Ich  

bin  

in  

der  

Gosse  

aufgewachsen  

und  

hatte

kaum   

die   

Gelegenheit   

für   

das,   

was   

die   

meisten   

Menschen   

ein

erfülltes Leben nennen.

Als  

ich  

mit  

zehn  

Jahren  

das  

erste  

Mal  

ein  

Kino  

besuchte,  

malte  

mir

dieser  

Besuch,  

neben  

der  

Faszination  

der  

großen  

Leinwand,  

zwei

Ziele in mein Leben.

Heute  

bin  

ich  

einundzwanzig  

und  

-  

ich  

muss  

es  

mir  

eingestehen  

-

keines  

davon  

hat  

sich  

erfüllt.  

Weder  

ist  

mein  

Handabdruck  

auf  

dem

Hollywood  

Boulevard  

eingelassen,  

noch  

habe  

ich  

es  

geschafft,  

eine

Familie    

zu    

gründen.    

Beide    

Ziele    

sind    

verdammt    

schwer    

zu

erreichen.  

Immerhin  

habe  

ich  

dazugelernt  

und  

weiß,  

dass  

man  

für

seine Ziele hart kämpfen muss. Viel härter, als ich es getan habe.

Heute  

sehe  

ich  

in  

die  

Tiefe  

und  

auf  

das  

Chaos  

der  

verlorenen  

Welt

und   

mir   

wird   

die   

Situation   

bewusst,   

in   

die   

ich   

mich   

manövriert

habe.

Die  

fast  

unerträgliche  

Kälte  

des  

schneidenden  

Windes  

und  

die  

der

Herzen  

mancher  

Menschen,  

die  

ich  

noch  

vor  

wenigen  

Tagen  

meine

Freunde  

nannte,  

stellt  

meinen  

Willen  

vom  

Halt  

auf  

der  

Spitze  

des

hohen  

Mastes  

hart  

auf  

die  

Probe.  

Meine  

Kräfte  

lassen  

nach  

und

vielleicht ist es besser, die Sache hier und jetzt zu beenden?

Ich   

habe   

den   

Eindruck,   

dass   

sich   

die   

Situation   

nahtlos   

in   

mein

kaputtes   

Leben   

einfügt   

und   

es   

niemals   

anders   

ausgehen   

sollte.

Denn ich bin nur Dan. Sonst nichts.

Kapitel 1

Die  

vergangenen  

elf  

Stunden  

zogen  

sich  

wie  

klebriger  

Baumharz  

an

den   

Fingern,   

nur   

dass   

der   

betagte   

dunkelgrüne   

Ninety   

Eight

Regency     

mit     

den     

augenfällig     

verrosteten     

Kotflügeln     

nicht

ansatzweise so angenehm nach Tannenzweigen duftete.

Bei  

vierunddreißig  

Grad  

und  

strahlend  

blauem  

Himmel  

hatte  

die

Sonne  

den  

Zenit  

längst  

überschritten  

und  

fiel  

langsam  

hinter  

die

hohen  

Berge  

der  

Rocky  

Mountains.  

Die  

Klimaanlage  

funktionierte

wie  

ein  

Weckradio  

mit  

schlechtem  

DAB-Empfang.  

Sie  

sprang  

meist

in  

Linkskurven  

an  

und  

blockierte  

bei  

Geschwindigkeiten  

von  

über

fünfzig  

Meilen  

pro  

Stunde.  

Die  

Fenster  

waren  

geschlossen,  

in  

deren

Schlieren  

sich  

immer  

wieder  

vereinzelte  

Sonnenstrahlen  

verfingen,

aufblitzten  

und  

beharrlich  

mal  

den  

einen  

und  

mal  

den  

anderen

Passagier   

nervten   

–   

je   

nachdem,   

welche   

Richtung   

sie   

gerade

eingeschlagen    

hatten.    

Dichter    

Qualm    

und    

verbrauchte    

Luft

vermischten  

sich  

mit  

billigem  

Parfüm,  

Kuhmist  

und  

dem  

Schweiß

der  

vier  

jungen  

Männer  

auf  

ihrem  

letzten  

Weg  

durch  

die  

USA  

und  

in

ein neues Leben.

Sie   

waren   

erschöpft   

und   

schliefen   

oder   

dösten.   

Die   

bewegten

Gespräche   

waren   

seit   

Denver   

verstummt,   

als   

der   

Alkohol   

seine

berauschende     

Wirkung     

gegen     

eine     

erhebliche     

Bettschwere

eingetauscht hatte.

Das   

war   

auch   

der   

Zeitpunkt   

gewesen,   

an   

dem   

ihnen   

bewusst

wurde,    

wozu    

sie    

Raul    

und    

der    

Rausch    

des    

Kokains    

in    

der

vergangenen   

Nacht   

getrieben   

hatten.   

Sie   

hatten   

getanzt,   

Leute

angepöbelt     

und     

Trinkspielchen     

gespielt     

und     

während     

des

obsessiven    

Spaßes,    

in    

unterschiedlichen    

Bars    

und    

Klubs    

von

Wichita, einiges mitgehen lassen oder wahllos und lauthals zerstört.

Zum   

Ende   

ihres   

ausufernden   

Trips   

erleichterten   

sie   

ein   

Kasino,

einen  

Geldtransporter  

und  

abschließend  

eine  

Bank  

um  

ein  

paar

große  

Scheine.  

Jerome  

erinnerte  

sich,  

wie  

Dan  

dem  

Typen  

von  

der

Bank    

unbedingt    

Trinkgeld    

geben    

wollte,    

weil    

dieser    

keine

nennenswerten  

Sperenzien  

bei  

der  

Herausgabe  

der  

Beute  

gemacht

hatte.

Jerome  

umklammerte  

das  

dünne  

Lenkrad  

mit  

dem  

eingearbeiteten

Nussholzimitat,  

sah  

vor  

sich  

den  

ewig  

geraden  

Highway  

33  

nach

Jackson  

liegen  

und  

musste  

unwillkürlich  

grinsen.  

Alle  

paar  

Meilen

klopfte  

er  

gegen  

die  

Tankanzeige,  

um  

die  

Nadel  

auf  

den  

aktuellen

Stand springen zu lassen.

„Das   

nervt“,   

sagte   

Kid   

neben   

ihm   

rauchig   

in   

seinem   

schicken,

hellblauen  

Hemd.  

Mit  

halb  

geschlossenen  

Augen  

klappte  

er  

lax  

die

Sonnenblende  

auf  

seiner  

Seite  

herunter  

und  

begann  

den  

Schmutz

unter   

den   

Fingernägeln   

herauszupulen,   

der   

dort   

immer   

zu   

sein

schien, egal, wie oft er diese Übung vollführte.

„Wir   

müssen   

tanken“,   

begründete   

Jerome   

sein   

erneutes   

klopfen

gegen  

die  

Anzeige.  

Er  

war  

ein  

schlanker  

groß  

gewachsener  

Mann

Anfang   

zwanzig,   

glatter   

Haut   

und   

wachen   

Augen.   

„Steht   

auf

Reserve.“

Hinter  

ihnen  

rührte  

sich  

träge  

Dan:  

„Ich  

brauche  

ein  

Bett.“  

Er  

gähnte

ausgiebig. Neben ihm schlief Raul, der Älteste von ihnen.

Bisher  

mussten  

sie  

auf  

der  

gesamten  

Strecke  

von  

Wichita  

lediglich

einmal  

anhalten,  

damit  

Dan  

seinen  

Mageninhalt  

ins  

Freie  

bringen

konnte,  

während  

die  

anderen  

diese  

Pause  

nutzten,  

um  

ihre  

Blasen

zu  

entleeren.  

Dort  

schnupperten  

sie  

von  

der  

unglaublich  

würzigen

Landluft   

und   

dehnten   

sich   

ein   

wenig.   

Dabei   

trat   

Kid   

in   

einen

Kuhfladen  

und  

brachte  

anschließend  

den  

bäuerlichen  

Duft  

mit  

in

den  

Wagen,  

was  

eine  

Meile  

später  

zu  

einer  

Rangelei  

führte  

und

dazu,   

dass   

Kid   

nur   

noch   

einen   

Schuh   

besaß.   

Der   

andere   

lag   

in

Ogden,  

irgendwo  

zwischen  

einer  

schäbigen  

Wetterstation  

und  

dem

Radiosendestudio UGF am Straßenrand.

Auszug Kapitel 8

„Es kommen auch wieder bessere Zeiten.“ „Ausgerechnet   du   sagst   das?   Die   Frau,   die   mich verpfeift?    Du    nimmst    mir    alles,    was    ich    habe, und    redest    von    Vertrauen    und    Hoffnung?    Ich scheiß auf deine Hoffnung.“ „Herr,    wir    wissen    nicht,    wo    wir    hingehen.    Wie können   wir   den   Weg   nur   wissen?“   Sie   schlug   ihre Finger ineinander und schloss die Augen. Er    stockte,    überlegt    kurz    und    ergänzte    den Bibelvers:    „Ich    bin    der    Weg    und    die    Wahrheit und   das   Leben,   niemand   kommt   zum   Vater   denn durch mich. Johannes, Kapitel 14.“ „Du     wirst     es     schaffen.     Wir     alle     werden     es schaffen.“ „Du   hast   nichts   zu   verlieren,   Lady.   Wenn   die   uns hier    rausholen,    kehrst    du    in    dein    normales Leben    zurück.    Ich    lande    im    Leichenschauhaus oder   im   Knast.   Und   wie   es   aussieht,   werden   die mich   behalten,   bis   ich   sterbe.   Für   eine   lausige halbe     Million     Dollar.     Mehr     ist     mein     Leben offenbar nicht wert.“ Ihre   Augen   spiegelten   die   Hoffnung   wider,   die   er verloren   hatte.   Warum   sahen   diese   Augen   nach allem,   was   sie   ihm   angetan   hatte,   noch   immer hoffnungsvoll     und     einladend     aus?     Ihr     Blick raubte   ihm   die   Kraft   zum   Handeln.   „Dein   Boss wird    dir    zu    Füßen    liegen,    wenn    du    ihm    diese Schlagzeilen    lieferst.“    Er    stellte    sich    gekünstelt aufrecht,    breitete    die    Arme    weit    auseinander und    erhob    sein    Kinn.    „Mach    ein    Foto    von    mir und     der     herrlichen     Landschaft.     Ich     werde berühmt.     Der     Mörder     von     Wichita     und     der Mann,   der   seine   Frau   getötet   hat.   Lass   mich   für einen     Tag     berühmt     sein,     bis     die     nächste Schlagzeile   kommt   und   die   Leute   mich   vergessen haben, während ich im Knast verrotte.“ „Hör   schon   auf.   Ich   wollte   das   alles   nicht.   Diese ganze     Sache     mit     uns,     den     Blasen,     deinen Problemen    und    so.    Vielleicht    ist    nicht    alles    so negativ,    wie    du    sagst.    Gib    dich    nicht    auf.    Und jetzt   nimm   die   Hände   runter.   Ich   mache   keine Schlagzeile daraus.“ „Da   haben   wir   also   eine   waschechte   Optimistin, was?   Ich   sage   dir   mal   etwas.   Es   stand   bereits   in der   Zeitung.   Und   jetzt   haben   sie   sogar   meinen Namen.     Für     mich     endet     diese     Reise     hier. Irgendwie    erkenne    ich    den    Platz    für    meinen Optimismus     nicht.“     Er     erhob     seine     Stimme: „Nenne      mir      nur      eine      Sache      in      meiner beschissenen Lage, die gut ist? Nur eine einzige.“ Sie   brauchte   eine   Weile,   um   zu   antworten,   und er wartete geduldig. „Wir sind uns begegnet.“ Er     schwieg.     Das     war     tatsächlich     eine     gute Antwort   und   die   einzige   auf   all   seine   Fragen.   Sie hatte recht. „Aber   wie   kannst   du   so   etwas   sagen?   Ich   habe dir   gerade   gestanden,   ein   Mörder   zu   sein.“   Dann wedelte   er   mit   dem   Finger.   „Du   spielst   ihm   etwas vor, um deinen Arsch zu retten.“ „Nein.“ „Dann liebst du mich?“, fragte er. Sie   sah   ihn   mit   großen   Augen   an,   als   ob   sie   ja sagen   würde   und   ihre   Lippen   zugeklebt   waren. Und    wie    sie    so    neben    dem    Wagen    stand    mit ihren   offenen   schwarzen   Haaren,   ihrem   adretten Kostüm     und     einer     Figur,     an     der     sich     die abgemagerten   Models   auf   den   Titelblättern   der Modemagazine    ein    Vorbild    nehmen    könnten, sah   er   in   ihr   nicht   die   Journalistin,   sondern   eine rassige, begehrenswerte Frau. Der   Wind   strich   sanft   durch   ihre   Haare   und   die Sonne   spiegelte   sich   in   der   Iris.   Jetzt   fehlten   nur noch   ein   Violinist,   ein   paar   Kerzen   und   eine   rote Rose,     um     den          Beginn     einer     verdammten Liebesschnulze einzuleiten. In    seiner    Vorstellung    zog    er    den    Revolver    aus seinem Gürtel, entsicherte und schoss.

Zitat aus dem Buch:

„Dazu wird der Herr, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. Denn das Grauen ist in unserer Mitte und wir werden es sehen, wenn die Zeit dafür reif und wir nicht mehr zurück können in die alte Welt, und der Pfad bleibt vernebelt, bis die Weisheit und der Glaube wiederkehren.‟ (Auszug: "The Moran Phenomenon")
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Rezensionen

The    Moran    Phenomenon    von Perry      Payne      ist      ein      Buch welches    man    nicht    mehr    aus der   Hand   legen   möchte.   Kaum eine     Geschichte     hat     mich     so begeistert       wie       diese.       Eine Geschichte    die    uns    vor    Augen führt,   wie   stark   die   Menschheit von    Medien    und    Sensationen abhängig    ist.    Sie    erinnert    uns daran,     worauf     es     im     Leben wirklich     ankommt.     Auf     Liebe, Freundschaft                             und Selbstverwirklichung.    Ein    Buch, das     es     schafft     uns     mit     den Charakteren                  mitweinen, mitlachen    und    mit    verzweifeln zu    lassen.    Alles    in    allem    ein rundum                         gelungenes Meisterwerk. (Luis Hoffmann) Moran,               ein               kleines verschlafenes                          Nest, unspektakulär     und     unbekannt bis    es    plötzlich    zu    einer    Reihe unerklärlicher          Geschehnisse kommt.   Immer   mehr   breitet   sich das   unbekannte   Phänomen   aus und   langsam   wird   klar,   wie   ernst die   Lage   ist.   Während   die   einen noch   optimistisch   sind,   verlieren die   Anderen   sich   in   ihrer   Angst und   die   Lage   spitzt   sich   rasant zu. Wenn     man     erst     einmal     die ganzen     Personen     zugeordnet hat,    findet    man    sich    in    einem rasanten,      fesselnden      Thriller wieder,     der     keine     Zeit     zum Durchatmen    lässt.    Eine    Szene jagt   die   Nächste   und   man   will, nein      muss      weiterlesen      und erfahren,      was      als      Nächstes passiert. (Donna Mühlberger) Diese     Geschichte     nimmt     dich mit,   in   eine   andere   Welt,   voller Spannung    und    Neugier,    voller Herrschsucht,     Habgier,     Rache und Liebe. Wenn     man     sie     liest,     möchte man         nicht         mehr         damit aufhören,     da     man     unbedingt wissen   möchte,   wie   das   Ganze ausgeht.. Es   ist   ein   Thriller,   der   dich   bis   ins kleinste    Detail    mitfühlen    lässt und dich in seinen Bann zieht. Spannung     pur,     schlüssig     und nachvollziehbar. Ich       kann       das       Buch       nur weiterempfehlen. (Mandy Bodin)

Trailer / Buchwerbung: